Museum Burg Brome

Gebäude

Burg Brome ist eine Wasserburg, die vor 1195 von Heinrich dem Löwen gegründet worden sein dürfte. Die Burgbesatzung sollte die nahegelegene Grenze zur Mark Brandenburg überwachen. Noch die spätere innerdeutsche Grenze und die heutige zu Sachsen-Anhalt folgen exakt dieser Linie. Prominentester Gast war Kaiser Karl IV., der 1376 auf einem einsamen Parfourceritt die Burg in Besitz nahm.

Das heute noch stehende Hauptgebäude stammt aus der Renaissance. Bis in das 20. Jahrhundert diente es als Sitz eines Burgvoigts, welchem die Verwaltung der umliegenden Dörfer unterstand. 2001 verkaufte Graf Günzel von der Schulenburg die Anlage, die über zweihundert Jahre im Familienbesitz war, an die öffentliche Hand. Von 2009 bis 2014 wurde der akut einsturzgefährdete Bau aufwändig saniert und neu fundamentiert. Dabei entdeckte man Reste der burgeigenen Brauerei aus dem 16. Jahrhundert; sie wurden bewahrt und sind im Eingangsbereich zu sehen.

Anfang der 1970er Jahre begannen Bromer Bürger damit, alte Handwerksgeräte und lokalhistorische Gegenstände zu sammeln, mit Erlaubnis des Grafen richteten sie in Räumen der Burg ein Heimatmuseum ein. Aus diesem ehrenamtlichen Engagement entstand im Lauf der Jahrzehnte ein preisgekröntes handwerkstechnisches und heimatkundliches Museum. Im Zuge der Sanierung wurde 2014 die Ausstellung neu gestaltet: ein eindrucksvoller Rundgang führt durch vollständig eingerichtete Werkstätten, die aussehen, als seien Meister und Gesellen nur kurz in die Pause entschwunden. Auch manch selten gewordener Handwerksberuf wie Böttcher, Seiler oder Mollenhauer ist vertreten, kurze Filme erklären technische Details. Eine Besonderheit ist die voll funktionsfähige Druckerei, mit einer originalen „linotype“- Setzmaschine aus dem 19. Jahrhundert – sie tritt jeweils zum „Lebendigen Museum“ in Aktion.

ALTES HANDWERK NEU ERLEBEN!

ANFASSEN NICHT NUR ERLAUBT,
SONDERN AUSDRÜCKLICH ERWÜNSCHT!

Burg Brome