Historisches Museum Schloss Gifhorn - Aktuell

„Deutsch und jüdisch“ - Eine Kabinettausstellung des Leo Baeck Institutes New York zu Gast in Gifhorn

28.09.-26.11.2017

Bertha Pappenheim, die Gründerin des 1904 entstandenen Jüdischen Frauenbundes, besaß viele Talente und Aufgaben: sie war Frauenrechtlerin, Schriftstellerin und Sozialarbeiterin. Ihre ehemalige Schülerin Helene Krämer emigrierte 1941 über Kuba nach New York – das Gemälde ihres großen Vorbilds stets im Gepäck. Nun kehrt das Portrait erstmalig nach Deutschland zurück.

Zusammen mit weiteren einzigartigen Objekten des Leo Baeck Institutes New York|Berlin ist es im Rahmen der Kabinettausstellung „Deutsch und Jüdisch“ im Historischen Museum Schloss Gifhorn zu sehen. Als Alltagsgegenstände gewähren sie uns Einblicke in historische Ereignisse aus der Perspektive ihrer Besitzer. Eindrucksvoll schildern sie Momentaufnahmen der facettenreichen deutsch-jüdischen Geschichte und berichten davon, wie sich der Charakter deutsch-jüdischen Lebens über die Jahrhunderte wandelte.

Mit Blick auf verschiedene Themenfelder und einem breiten zeitlichen Rahmen, der vom beschränkten Geschäftsverkehr im 17. Jahrhundert bis hin zur rechtlichen Gleichberechtigung und gesellschaftlichen Integration im frühen 20. Jahrhundert reicht, beleuchtet die Kabinettausstellung die historische Wechselwirkung deutsch-jüdischer Koexistenz. Dabei richtet sie das Augenmerk auf die herausragenden intellektuellen und kulturellen Errungenschaften von Juden in Deutschland, die seit über 1000 Jahren untrennbarer Bestandteil der deutschsprachigen Regionen und ihrer Geschichte sind.

Plakat „Deutsch und jüdisch“

Porträt Bertha Pappenheim Schokoladentasse mit dem Kinderfoto von Albert Einstein