Historisches Museum Schloss Gifhorn - Aktuell

„Zwischen Beständigkeit und Umbruch -
Die Reformation im Herzogtum Lüneburg“

Sonderausstellung
3.8. - 19.11.2017

Als Martin Luther 1517 seine 95 Thesen veröffentlichte, war die Welt in rasendem Wandel begriffen. Es war eine Zeit der Umbrüche, politischer wie ökonomischer. Entdeckungen, gelehrte Debatten und außergewöhnlich schlechtes Wetter prägten die Zeit. Es folgten Missernten und Hungersnöte. Andererseits kam es zum kulturellen Aufschwung durch die Rückkehr zu den antiken Wurzeln. Parallel strömte neues Weltwissen aus Amerika und Asien nach Europa.

Bei vielen weckte dieser Wandel tiefe Ängste. In diesem gesellschaftlichen Klima konnte sich die Reformation durchsetzen. Im Fürstentum Braunschweig-Lüneburg, zu dem auch die Ämter Gifhorn und Isenhagen gehörten, führte Herzog Ernst gegen teils heftige Widerstände die Reformation ein. Wie kam es dazu, was waren die Hintergründe und wie die Auswirkungen auf das Alltagsleben in der Region? Wo wurde die erste evangelische Predigt gehalten und was geschah im Kloster Isenhagen? Diesen und vielen weiteren Fragen geht die Sonderausstellung im Historischen Museum Schloss Gifhorn nach. Unter anderem wird ein handschriftlicher Brief der letzten katholischen Äbtissin Isenhagens gezeigt, Kacheln mit Reformationsmotiven sowie Alltagsgegenstände. Das größte und wichtigste Exponat jedoch ist die Schlosskapelle selber, der 1547 im Auftrag von Herzog Franz errichtete erste evangelische Kirchenbau Norddeutschlands.

Öffnungszeiten:
Di - Fr 14:00 – 17:00 Uhr
Sa, Sonn- und Feiertags 11:00 – 17:00 Uhr
Gruppen nach Vereinbarung

Sonderausstellung Reformation