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Kavalierhaus Gifhorn
Museum für bürgerliche Wohnkultur der 1. Hälfte des 20. Jahrhundert

„Eine Wohnung wird Museum“

Sonderausstellung aus Anlass des 20-jährigen Bestehens des Museums

Begleitveranstaltung: Sonntags-Bummel
„Ein Haus verändert sein Gesicht – Renovierungen und die Sanierung des Kavalierhauses“
Rundgang durch Sonderausstellung und Museum
Sonntag, 26.03.2017, 15 Uhr
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Vor 20 Jahren wurde das Museum für bürgerliche Wohnkultur im Kavalierhaus Gifhorn eröffnet. Dieses Jubiläum ist der willkommene Anlass innezuhalten und zurück zu schauen, zugleich auch einen Ausblick zu geben, auf die Zukunftspläne für das Museum. Deshalb ist vom 10. bis 19. März die Sonderausstellung: „Eine Wohnung wird Museum“ in den Ausstellungsräumen der Kavalierhaus Bürgerstiftung im Erdgeschoss des Kavalierhauses zu sehen.

Die heutigen Museumsräume waren bis 1992 von Emma Wrede bewohnt. Sie war die letzte Bewohnerin und private Eigentümerin des stadtbildprägenden Kavalierhauses von 1546. Nach ihrem Tod im Februar 1997 erwarb der Landkreis das Gebäude. Ihre Adoptivtochter spendete die nahezu komplette Wohnungseinrichtung sowie viele Gebrauchsgegenstände. So konnte ein besonderes Museum eröffnet werden. In diesem Museum ist nichts inszeniert. Die Möbel und Gegenstände nehmen noch heute den Platz ein, den Emma Wrede ihnen gab. Keine Hinweistafeln oder Erläuterungen stören diesen Eindruck, der anmutet, als käme die Bewohnerin jeden Augenblick zur Tür herein. Wie in einem Standbild ist die Wohn- und Lebenswelt einer Gifhorner Bürgerin festgehalten, die zugleich stellvertretend für ihre Generation steht.

Auf Bild-Texttafeln ist der Weg von einer zuvor bewohnten Wohnung zum Museum festgehalten. Emma Wrede und ihr Kavalierhaus stehen auf den ersten Tafeln im Vordergrund. Viele der verwendeten Fotografien wurden vom Ehemann Wilhelm Wrede aufgenommen. Sie vermitteln einen unmittelbaren Eindruck vom Leben im und am Kavalierhaus. Auf weiteren Tafeln stellt sich das Museum in seiner Einzigartigkeit vor. Immer wieder stand und steht es vor Herausforderungen. Durch innovative Ideen, z.B. für die Museumspädagogik, wurden und werden sie gemeistert.
Anschauliche Exponate aus dem Museum und Leihgaben vermitteln einen Eindruck von der Vielfalt der Gegenstände, die in den Museumsräumen leben, wohnen und wirtschaften repräsentieren.
Auch der Garten wird in Szene gesetzt. Emma Wredes Rasenmäher steht parat, um für ehrenamtliche Helfer zu werben.

Wie aber stellt sich die Zukunft des Museums im digitalen Zeitalter mit veränderten Sehgewohnheiten der Gäste dar? In Erarbeitung ist eine Führung auf digitalem Wege per Tablet oder auch per App auf dem eigenen Smartphone.
Mit diesem zukunftsorientierten Medieneinsatz wird sowohl den Bedürfnissen der Gäste als auch dem Museum als authentischer Ort gleichermaßen Rechnung getragen.

Sinnbildlich dargestellt ist dies in der Ausstellung durch eine Fotomontage. Emma Wrede wurde ein Smartphone in die Hand gegeben. Es scheint gerade so, als wolle sie dazu einladen, auf diese Weise ihre Räume zu erkunden. Eine weitere Neuerung wird es für das Museum geben. Es bekommt einen neuen Namen. Noch bis zum 4. April können Vorschläge für einen treffenden, aussagekräftigen Namen per Mail an a.thiele@museen-gifhorn.de eingereicht werden. Aus den Einsendungen wird eine Jury einen Namen auswählen, der am 19. April bekannt gegeben wird.

Die Museumswohnung ist ein wichtiges, einzigartiges und erhaltenswertes Zeitdokument. Nicht häufig findet sich eine so geschlossene Wohnung mit einem authentischen Umfeld, das derart unverändert erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. In den Museumsräumen wird ein wichtiges Zeugnis der jüngeren Vergangenheit Gifhorns, aber auch darüber hinaus, bewahrt und Gästen präsentiert.

Nach dem Motto „Ein Besuch im Museum ist, wie bei Emma Wrede zu Gast zu sein“, ist die Sonderausstellung eine Einladung, das Museum zu besuchen.

Erarbeitet wurde die Ausstellung von den Kavalierhausforschern: Barbara Bergau, Heinz Gabriel, Christoph Otte und Martin Seth sowie der Kuratorin Anette Thiele. Sie haben sich zusammengefunden und ehrenamtlich Fotos gesichtet und ausgewählt, Texte verfasst, Hintergründe recherchiert, für ein ansprechendes Layout gesorgt und Objekte ausgewählt.

Öffnungszeiten:

Sonderausstellung:

Mo, Mi, 10:00 – 16:00 Uhr
Di, Do, 14:00 – 17:00 Uhr
Fr, 10:00 – 15:00 Uhr
Sa, 10:00 – 12:00 Uhr
So, 14:00 – 16:00 Uhr

und während der Öffnungszeiten des Museums

Sa, 15:00 – 17:00 Uhr
So, 15:00 – 17:00 Uhr

Ausstellung Tafeln
Garten in Szene
Emma Wrede Emma Wrede am Fenster