Auf den Spuren der Vergangenheit

Die Goldkette von Isenbüttel

Die Goldkette von Isenbüttel ist der schönste und spektakulärste Fund des Landkreises Gifhorn oder vielleicht sogar des Landes. Dieses Einzelstück, das zufälligerweise 1922/23 beim Stukenroden gefunden wurde, ist aus dünnen Golddrähten zusammengestrickt und endet in angenieteten Tierköpfen, von denen die Hälfte des einen leider fehlt. Insgesamt ist die Kette noch 52 cm lang, während ihre Originallänge 55,5 cm betragen haben wird.

Die stilisierten Tierköpfe, die am ehesten an ein Krokodil erinnern, sind aus Goldblech getrieben und an den Seiten mit filigraner Flechtbandverzierung versehen. Die rechteckigen Unterteilungen oben auf dem Kopf und die Augen sind mit Almandine oder rotem Glasfluß ausgefüllt.

Diese Meisterleistung der Goldschmiedekunst wird in das 7. Jahrhundert n. Chr. datiert und als Import aus dem fränkisch-allemannischen bzw. thüringischen Bereich gewertet. Das Original ist nach einer jahrelangen Odyssee im Niedersächsischen Landesmuseum in Hannover ausgestellt.

Wo geht’s lang? Von Isenbüttel in Richtung Gravenhorst, an der ersten 90°-Kurve links den Weg runter, ca. 150 m hinter der Brücke über die Rischmühlenriede.
10° 34’ 40,70” O / 52° 25’ 15,20” N

 

» weiter

» zur Übersicht der Fundstellen