Auf den Spuren der Vergangenheit

Der Grabhügel von Meinersen

Zwischen Meinersen und Dalldorf verlaufen im Bereich der Bahntrasse Dünengürtel von Osten nach Westen. Als man 1932 eine dieser „Dünen“ angegraben hatte, um Sand für den Bau der Verbindungsstraße zwischen den beiden Orten zu bekommen, stieß man auf archäologische Funde, die dem Historischen Museum Schloß Gifhorn übergeben wurden. Über 60 Jahre später stand der Neubau einer Brücke über die ICE-Trasse an.

Aufgrund der Altfunde wurde 1995 vor Baubeginn eine archäologische Untersuchung dieser Düne durchgeführt. Hierbei wurden weitere vier Urnen mit Deckschalen und Beigefäßen geborgen, die in das 6./5. Jahrhundert v. Chr. datiert werden können. Der erhaltene Leichenbrand ermöglichte eine Bestimmung von Krankheiten und der Individualalter.

Darüber hinaus waren den Toten Beigaben mitgegeben worden: Zwei bronzene Armreife und ein kleiner Pokal für ein 7 - 8jähriges Individuum sowie ein Objekt aus Elfenbein, was für ganz Norddeutschland erstmalig für diese Zeit nachgewiesen werden konnte. Beides spricht für eine außergewöhnliche Wertschätzung für die Bestatteten. Aber auch Glaubensvorstellungen konnten aus dem Fundmaterial abgeleitet werden.

Wo geht’s lang? Von Meinersen Richtung Dalldorf hinter der Eisenbahnbrücke auf der linken Seite.
10° 22’ 38,10” O / 52° 27’ 18,50” N

 

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