Schulmuseum Steinhorst

Lesesommer im Schulmuseum Steinhorst

24. Steinhorster Lesesommer 2017 - Programm

Freitag, 30.06.2017, 20:00 Uhr
Anna Magdalena Bössen (Hamburg)
Deutschland, ein Wandermärchen
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Samstag, 08.07.2017, 20:00 Uhr
Jürgen Udolph (Leipzig)
Schall und Rauch - was verraten Namen wirklich
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Samstag, 15.07.2017, 20:00 Uhr
Jürgen Rohde (Hankensbüttel)
Der private Luther
Sprecher: Hermann Wiedenroth und Frauke Hinrichs-Keller
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Mittwoch, 19.07.2017, 20:00 Uhr
Henning Sußebach (Hamburg)
Deutschland ab vom Wege – eine Reise durch das Hinterland
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Samstag, 22.07.2017, 20:00 Uhr
Jürgen R. Naumann (Magdeburg)
Speculum - Eike von Repgow & der Sachsenspiegel
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Samstag, 29.07.2017, 20:00 Uhr
Martina Roth (Bewegtbildtheater Trier)
Susanna - ich bin ein Kontinent
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Mittwoch, 02.08.2017, 20:00 Uhr
Christian Klischat (Darmstadt)
Schinderhannes - Solo für einen Schauspieler
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Samstag, 05.08.2017, 20:00 Uhr
Franziska Junge (Frankfurt)
liest Stefan Zweig: Der Zwang
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Sonntag, 06.08.2017, ab 11:00 Uhr
BÜCHERFLOHMARKT
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Freitag, 11.08.2017, 20:00 Uhr
Hermann Wiedenroth (Bargfeld)
Faust
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Mittwoch, 16.08.2017, 20:00 Uhr
Günter Gall & Konstantin Vassiliev (Osnabrück)
Radlers Seligkeit
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Freitag, 18.08.2017, 20:00 Uhr
BENEFIZABEND
Felix Reuter (Weimar)
music meets nature (Teilnahme nur nach Voranmeldung)
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Samstag, 19.08.2017, 20:00 Uhr
Schorsch Kamerun (Hamburg)
Die Jugend ist die schönste Zeit des Lebens
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Reservierungen:
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(für alle, die keinen Zugang zum Internet haben, auch unter 05148/3039990)

» Programmheft als PDF-Datei, 5,3 MB

Freitag, 16. Juni
20 Uhr
Richard Siedhoff (Weimar)
Fritz Lang - Der müde Tod
Ein deutsches Volkslied in sechs Versen
Ein junges Ehepaar im Gasthaus einer kleinen Stadt. Ein geheimnisvoller Fremder setzt sich an ihren Tisch. Als die Frau den Speiseraum verlässt und wenig später wiederkommt, ist ihr geliebter Mann verschwunden. Sie macht sich auf die Suche und findet schließlich Einlass bei dem Fremden, beim Tod persönlich: Der erklärt ihr, dass er eigentlich des Tötens überdrüssig sei – doch da er Gott Folge leisten müsse, könne er nicht anders. Trotzdem gewährt er der liebenden Frau eine Möglichkeit, ihren Mann wiederzubekommen.
Fritz Langs romantisch-tragisches Meisterwerk von 1921, ein atmosphärischer Spiegel der Zeit vor bald 100 Jahren.
Der Weimarer Pianist und Musikwissenschaftler Richard Siedhoff begleitet den im letzten Jahr farbig restaurierten Stummfilm live am Klavier.

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Sonnabend, 17. Juni
20 Uhr
Cornelia Gutermann-Bauer
Turmalintheater Kunreuth
Kafka - oder das Zögern vor der Geburt
„Solange du nicht zu steigen aufhörst, hören die Stufen nicht auf. Unter deinen steigenden Füßen wachsen sie aufwärts!“
Der berühmte Schriftsteller Franz Kafka, im Schauspielsolo dargestellt und porträtiert mit seinen eigenen Mitteln, dem Kafkaesken. Mit den immer wiederkehrenden Motiven von Angst, Macht und Selbstzweifel. Endlich aber - und so deutlich wie selten gehört - kommen auch Kafkas Komik und Humor zur Geltung.

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Freitag, 23. Juni
20 Uhr
Christina Müller (Weimar)
Ohne Noten
Eine angehende Lehrerin zwischen poststudentischen Idealen, der Realität einer ostdeutschen Schule in den 1990er Jahren, einer kulturell leicht irritierten West-Kollegin und dem stets am Abgrund balancierenden Dasein als alleinerziehende Mutter.
Ein autobiographischer Roman, leichtfüßig, mit viel Sprachwitz und wachem Blick für die unvermeidlichen Absurditäten des Lebens geschrieben.

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Freitag, 30. Juni
20 Uhr
Anna Magdalena Bössen (Hamburg)
Deutschland, ein Wandermärchen
Eine Diplom-Gedichte-Sprecherin (ja, das gibt es!) radelte 12 Monate durch die ganze Republik. Und trat gegen Kost und Logis überall auf. Warum?
Darum:
„Ein Rad, ein gelber Koffer, darin jede Menge Gedichte und große Fragen: damit reiste ich zwei Halbjahre durch Deutschland. Als Rezitatorin bin ich 8160 km geradelt, bei über 100 ganz verschiedenen Menschen zu Gast gewesen und überall aufgetreten: nicht nur auf Theaterbühnen, sondern auch in Wohnzimmern, Schlössern, Gärten, Rathäusern, Kneipen, Schulen, auf Schiffen und vor Hunden.
Jetzt habe ich nicht nur andauernd Fernweh; mein Blick auf mich selbst, auf mein Land, auf die Suche nach Heimat hat sich um 180 Grad gedreht.
Die Fragen sind nicht weniger geworden, aber der Wunsch nach Austausch umso größer.“

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Sonnabend, 8. Juli
20 Uhr
Jürgen Udolph (Leipzig)
Schall und Rauch – was verraten Namen wirklich
Namen begleiten einen das Leben lang, und wechseln darf man sie nur in ganz besonderen Fällen. Namen sind nicht nur Schall und Rauch, ganz im Gegenteil: Orts-, Gewässer- und Familiennamen können viel erzählen. Jürgen Udolph, langjähriger Professor an der Universität Leipzig und erster Inhaber eines Lehrstuhls für Namensforschung, begibt sich mit Leidenschaft, Fachkenntnis und einer guten Portion Humor auf Spurensuche, auch zu Ihrem Familiennamen.
Auf Bitte von Herrn Udolph möchten wir ihm vorab eine Liste mit Namen von Zuhörerinnen und Zuhörern zukommen lassen. Wenn Sie die Weitergabe Ihres Nachnamens nicht möchten, so geben sie das bitte bei der Reservierung an.

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Sonnabend, 15. Juli
20 Uhr
Jürgen Rohde (Hankensbüttel)
Der private Luther
„Mein lieber Sohn Johannes, siehe zu, dass Du diese Tränen männlich überwindest, damit Du Deiner Mutter, die auch sonst leicht zu Sorgen und Furchtsamkeit neigt, nicht noch mehr Schmerz und Sorge hinzufügst.“
„Liebe Käthe! Wir sind heute um acht aus Halle gefahren, aber sind nicht gegen Eisleben gekommen, sondern um neune wieder hier eingezogen; denn es begegnete uns eine große Wiedertäuferin mit Wasserwogen und großen Eisschollen und dräut uns mit Wiedertaufe und hat das Land bedeckt. Nicht dass uns dürstet zu trinken. Wir nehmen dafür gut Torgauisch Bier und guten rheinischen Wein.“
Eine Textcollage, die den Menschen Martin Luther durch seine privaten Briefe lebendig werden lässt. Zusammengestellt in bewährter Weise von Jürgen Rohde, vorgetragen von Frauke Hinrichs-Keller und Hermann Wiedenroth.

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Mittwoch, 19. Juli
20 Uhr
Henning Sußebach (DIE ZEIT, Hamburg)
Deutschland ab vom Wege - eine Reise durch das Hinterland
6,2 Prozent Deutschlands sind asphaltiert und betoniert. Sußebach sucht das Abenteuer – und betritt den Rest: Er verlässt die Straßen und die Städte und durchwandert das deutsche Hinterland, vom Darßer Leuchtturm bis auf den Gipfel der Zugspitze. Sein Weg führt ihn in Gegenden, die wir kaum kennen, obwohl sie vor unserer Haustür liegen, zu Menschen, die das Land bewirtschaften, aber von Städtern kaum wahrgenommen werden: Maisbauern und Hippies, AfD-Wähler und Schlachter. Den Atomausstieg oder Sanktionen gegen Russland kann man in der Stadt richtig oder falsch finden, auf dem Land können diese Entscheidungen einem den Job kosten.
Mit großer literarischer Kraft erzählt Henning Sußebach von seiner Reise, auf der er die Straßen verließ und in lauter Leben trat.

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Sonnabend, 22. Juli
20 Uhr
Jürgen R. Naumann (Magdeburg)
SPECULUM - Eike von Repgow & der Sachsenspiegel
1178
Eine Burg
Eine Woche im Winter – Eine Woche im Sommer
Eike von Repgow, der Mann, der einmal den Sachsenspiegel verfassen wird, ist ein Jüngling; Burg Falkenstein im Harz ist sein Feld.
Geschichten, geschöpft aus dem hohen Mittelalter, in dem es zwar noch keine Pest, dafür aber zahlreiche neue Städte und noch viel mehr mündlich überlieferte Regeln gab. Wer hat Vorfahrt? Was haben die Nägel in Händen und Füßen des alten Burgherren mit dem Tod des Grafen zu tun? Und wurde Schäfer Skudde wegen Minzkaramellbonbons ermordet? Die Fälle werden geklärt. Sie sollten aufgeschrieben sein.
Eike von Repgow tat es. Im Sachsenspiegel.

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Sonnabend, 29. Juli
20 Uhr
Martina Roth (Bewegtbildtheater Trier)
Susanna - ich bin ein Kontinent
Musikalisches Schauspiel nach einer Erzählung von Gertrud Kolmar (geb. 1894 in Berlin, ermordet 1943 in Auschwitz)
Die junge, lebenshungrige Susanna nimmt ihre nüchterne, steife Erzieherin mit in ihre fantastische Welt, die um Sagen, Tiere und Fabelwesen kreist. In dieser Welt thront das traumwandelnde Mädchen mit offenem, wilden Haar und in blutrotem Kleid wie eine Königstochter auf der Leiter und fordert ihr Recht auf Liebe und Sinnlichkeit.
Martina Roth auf der Bühne als Susanna sowie in Interaktion mit sich selbst als strenge Erzieherin auf der Leinwand. Theaterkunst der besonderen Art.

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Mittwoch, 2. August
20 Uhr
Christian Klischat
Schinderhannes - Solo für einen Schauspieler
Buch und Regie: Götz Brandt
21. November 1803: Der Scharfrichter hat ein Rendezvous, das er nicht versäumen will. Eine Verabredung mit dem schönen Hannes, der als „Schinderhannes“ einer der berühmtesten Räuber der deutschen Geschichte wurde. Er will wissen, auf wen er trifft. Und begegnet der Mutter, der Geliebten, dem auf den Tod zugerichteten Kaufmann, dem öffentlichen Ankläger, dem irre gewordenen Pfarrer, dem Metzger, der voller Bewunderung, und dem Konkurrenten, der voller Verachtung ist.
Ein Lebenslauf von 24 Jahren, geformt aus krimineller Energie und der Gunst der Stunde in der Zeit der Franzosenkriege, dargestellt von Christian Klischat (Staatstheater Darmstadt; Filme u.a. „Das weiße Band“, Tatort, SOKO)

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Sonnabend, 5. August
20 Uhr
Franziska Junge
Stefan Zweig - Der Zwang
Ein Maler, vor der „großen Menschenmordmaschine“ des ersten Weltkriegs in die Schweiz geflohen, wird zum Militärdienst einberufen. Aus patriotischem Pflichtbewusstsein folgt er tatsächlich dem Befehl, verlässt seine Frau und das sichere Refugium, macht sich auf den Weg. Eine unerwartete Begegnung aber lässt ihn vor dem entscheidenden Schritt über die Grenze zum Pazifisten werden.
Franziska Junge (Schauspiel Frankfurt; Filme u.a. „Im Labyrinth des Schweigens“, „Dead man working“, Tatort) liest aus der autobiographisch geprägten Novelle des großen österreichischen Autors.
Ein „Muss“ im Lesesommer.
Seit Jahren ein Tummelplatz für kleine und große Leseratten.
Ein Eldorado für Schnäppchenjäger.

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Am Sonntag, 6. August ab 11 Uhr ist wieder
Bücherflohmarkt

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Freitag, 11. August
20 Uhr
Hermann Wiedenroth (Bargfeld)
Faust
Ein Alchimist, Astrologe und Wunderarzt war der geschichtliche Faust, ein schlauer und gewissenloser Fuchs, der die Schwächen und den Aberglauben seiner Zeit auszunutzen wusste. Um 1540 bei einer Explosion – angeblich wollte er Gold erzeugen – ums Leben gekommen und grässlich entstellt, galt er schon bald als vom Teufel geholt. Seine immer fantastischer werdende Geschichte machte als Erzählung und Jahrmarktstheater Furore. Seit Goethe schließlich aber sehen wir im Faust den Typus eines Menschen, der durch Irrtum zur Klarheit, durch strebendes Bemühen zur Erlösung gelangt.
Hermann Wiedenroth (Bargfeld) liest ausgewählte Faust-Texte, die den spannenden Entwicklungsgang von der historischen zur literarischen Gestalt verfolgen.

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Mittwoch, 16. August
20 Uhr
Günter Gall & Konstantin Vassiliev
Radlers Seligkeit
„Bei keiner anderen Erfindung ist das Angenehme mit dem Nützlichen so innig verbunden wie beim Fahrrad“ (Adam Opel)
Am 12.6.1817 fuhr Freiherr von Drais mit seiner Laufmaschine von Mannheim nach Schwetzingen.
Das westfälisch-russische Folkduo Gall & Vassiliev feiert mit Erzählungen von u.a. Heinrich Böll oder Hayfa al Mansour, historischen und neuen Liedern den 200. Geburtstag des wohl pazifistischsten aller völkerverbindenden Fahrzeuge, des Fahrrades.

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Freitag, 18. August
20 Uhr
Benefizabend für den Lesesommer 2018:
Felix Reuter (Weimar)
music meets nature
Der Pianist, Musikkomödiant, Improvisationskünstler und Entertainer Felix Reuter ist als gebürtiger Thüringer geradezu prädestiniert, seine Verbundenheit zur Natur in der ihm ureigenen Sprache auszudrücken, der Musik; mit Humor, Augenzwinkern und von der Natur inspirierten Werken berühmter Komponisten.
Im Anschluss an dieses musikalische Vergnügen erwartet die Gäste ein - wie könnte es anders sein - leckeres Buffet.
Teilnahme nur mit verbindlicher Anmeldung!
Dabei bitte nicht vergessen: Dies ist die Benefizveranstaltung für den Lesesommer des nächsten Jahres – wir bitten alle Gäste des Abends um eine großzügige, zweckgebundene Spende.

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Sonnabend, 19. August
20 Uhr
Schorsch Kamerun (Hamburg)
Die Jugend ist die schönste Zeit des Lebens
»Anarchy!«, brüllen sie in naiver Begeisterung und rennen los, die Vorgarten-Rasenmäher im Nacken. Horsti und seine Clique werden von Ordnungsmenschen, Altnazis und der bleiernen Zeit nach dem Wirtschaftswunder schikaniert – bis sie lernen, sich zu wehren, dorthin auszubrechen, wo es Freiräume gibt. Bald Profi im Überlisten von Cheftypen, bastelt Horsti immer geschickter an dadaistischen Täuschungskonzepten; später inszeniert er Opern, lernt alles kennen, was in der Welt der Hochkultur Rang und Namen behauptet – und bleibt Aktivist und Zweifler in seinem Ringen um Integrität.
Der Sänger der Band „Die goldenen Zitronen“, „Der Punk mit den schönen Umgangsformen“ (taz), der als Künstler „nichts mehr fürchtet als offizielle Anerkennung“ (Die Zeit) im Gespräch über sein autobiographisches Buch.

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Lesesommer 2017, Programmheft